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Pappelallee in der Hetter

Hecken

Hecken, Foto Peter May

Hecken bilden mit ihren verschiedenen einheimischen Sträuchern, wie Weißdorn (Crataegus monogyna), Schwarzdorn (Prunus spinosa), Haselnuss (Corylus avellana), Pfaffenhütchen (Euonymuns europaeus), Kornelkirsche (Cornus mas), Schwarzer Holunder (Sambucus nigra), Salweide (Salix caprea) und anderen Arten sehr wichtige Biotopverbundlinien in einer intakten Landschaft. Je weiter der Flächenfraß zunimmt und durch Intensivierung der Landwirtschaft eine "ausgeräumte" Landschaft weiter an Größe zunimmt, umso wichtiger ist es, die (noch vorhandenen) Restbestände ökologisch wertvoller Hecken mit ihren artenreichen Krautsäumen zu erhalten.

Wie Bäume speichern natürlich auch Hecken eine Menge Kohlenstoff, sind also gut für den Klimaschutz. Sie sind ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Vogel- und Insektenarten. Der Schwarzdorn erfreut bereits im März mit seiner weißen Blütenpracht, der Weißdorn blüht wenn der Schwarzdorn schon verblüht ist, bis in den Mai hinein. Die Beeren werden gerne von verschiedenen Vögeln gefressen, die durch ihre Ausscheidungen für die Verbreitung der Sträucher sorgen. Auch liefert der Schwarzdorn, auch besser als Schlehe bekannt, mit viel Kandiszucker und starkem Alkohol einen hervorragenden Aufgesetzten. Die Sammlung von einigen Schlehenfrüchten für diesen Zweck ist ökologisch unbedenklich.

Naturlich kommen Hecken-Gesellschaften an Waldrändern vor, mit Krautsäumen und Schleiergesellschaften. Früher wurde das Vieh auf der sogenannten "Allmende", das heißt der freien, teilweise bewaldeten Landschaft, zur Weide geführt. Um die umliegenden Äcker vor Viehverbiss und auch dem Wild zu schützen, wurden im Mittelalter und bereits früher dornige Wallhecken um die Felder gepflanzt. Einige dieser Hecken sind bis heute in Restbeständen erhalten geblieben. Es gilt diese Restbestände zu erfassen und zu erhalten. Zu vieles an Natur ist schon für Gewerbegebiete verloren gegangen und einer immer intensiveren Landwirtscfaft geopfert worden.

Die Baumfreunde Emmerich wollen gezielt die noch vorhandenen Restbestände an Hecken erfassen, und für Auffüllung eventueller Lücken durch Nachpflanzungen fördern. Hierzu müssen die Stadt Emmerich oder Privateigentümer angesprochen werden. Mittel für diese Anpflanzungen sind im Sinne des Klimaschutzziels sehr sinnvoll und gut für den Fremdenverkehr und werden bei der Stadt beantragt.