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Pappelallee in der Hetter

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27 - Peter May schrieb am 25. Feb. 2016 - 22:43
Aus LINBU 4 (gekürzter Presseartikel)

RP  09.09.2015: Rees.
„Optimum“ löst das Gülle-Problem. Reeser Firma Innova Tech GmbH mit bahnbrechender Idee. Noch fehlen private Investoren für die Zukunftslösung.
Auf deutschen landwirtschaftlich genutzten Flächen werden jährlich mehr als 200 Millionen Tonnen Gülle verteilt. Bundesweit erzeugen 12,7 Millionen Rinder und 27 Millionen Schweine, soviel Kot und Urin, dass die Güllemenge in vielen Regionen zum Problem wird.
Die Ende 2014 gegründete Firma Innova-Tech GmbH im Reeser Industriegebiet arbeitet an einer Lösung des Gülleproblems. Die Gülle soll in Brennstoff und hochwertigen Dünger umgewandelt werden, die in andere Länder exportiert werden können. In dem neuen Prozess will Innova-tech sowohl Gülle, als auch Gärreste aus Biogasanlagen zum Wertstoff umwandeln. Seperatoren können flüssige und feste Substanzen voneinander trennen. 30 Prozent der Gülle bleiben als eine Art Torf übrig. Er kann als hochwertiger Dünger verwendet oder zu Pellets gepresst verfeuert werden.
In dem neu entwickelten Verfahren, wird die nach dem Separieren übrigbleibende, sämige Substanz weiterverarbeitet, durch Erhitzungsverfahren wird ihr das Wasser entzogen. Es bleibt ein Granulat übrig, dass exportiert werden könnte, um ausgelaugte Böden in anderen Ländern wieder fruchtbarer zu machen. Den notwendigen Strom kann die Fabrik durch Solar- und Biogasanlagen selbst herstellen. Die Innova-Tech GmbH möchte ihre erste Fabrik gerne im Kreis Kleve errichten.
Die Banken machen eine Finanzierung der mit 7,5 Millionen Euro veranschlagten Baukosten davon abhängig, dass 40 Prozent durch private Investoren getragen werden.
 
26 - Peter May schrieb am 25. Feb. 2016 - 20:21
Gülleproblematik im Kreis Kleve, Kommentar zur Gegendarstellung von Tobias ?
Eine Bitte: Bei so wichtigen Eingaben bitte zumindest eine Email-Adresse angeben, damit direkte Kommunikation möglich ist!! Erst wenn die Adresse vorliegt, werden wir die Gegendarstellung unmittelbar unter unseren ersten Beitrag setzen.

Es ist natürlich richtig, dass Gülle ein wertvoller Dünger ist und maßvolles Düngen mit Gülle nichts Negatives. Aber offensichtlich gibt es im Kreis Kleve doch ein massives Gülleproblem, es wird mehr Gülle produziert, als bei maßvoller Düngung hier verbraucht werden kann. Warum sonst müssen manche Bauern bei Lohnunternehmen wie der VOBA teuer dafür bezahlen, um ihre Gülle loszuwerden?
Wenn jetzt, Ende Februar die Güllesaison wieder beginnt, wird erst einmal ein Großteil des Nitrats versickern, ehe es überhaupt von den Kulturpflanzen aufgenommen werden kann. Grünland wird so übermäßig gedüngt, dass nur wenige güllefeste Gräser, die allerdings sehr ertragreich sind, überleben können.
Es wäre eine viel bessere Lösung möglich, wovon Grundwasser, Natur und Landwirte gleichermaßen profitieren könnten.
Ein Artikel aus der RP Emmerich stellte ein neues Konzept vor: Optimum löst das Gülleproblem. In Rees könnte eine Gülleaufbearbeitungsanlage entstehen, in der die Gülle getrocknet und als wertvoller Trockendünger aufgearbeitet wird. Dieser könnte dann in Gebiete mit überwiegendem Ackerbau gewinnbringend exportiert werden. Die Bauern würden bei Anlieferung sogar noch die Gülle bezahlt bekommen!
Für eine solche Modellanlage in Rees wäre nach meinen Informationen ein Kapital von 1,5 Millionen Euro erforderlich. Ihr Milchbauern im Kreis Kleve! Schließt euch doch zu einer Genossenschaft zusammen, um diese Idee zu realisieren! Stattdessen seit ihr bemüht, das Maximum an pflanzenerträglicher Güllemenge zu verteilen und so einen an sich wertvollen Rohstoff zu verschwenden und gleichzeitig die Umwelt erheblich zu belasten.
Freundliche Grüße, Peter May


 
25 - Tobias A. schrieb am 25. Feb. 2016 - 10:45
Nach dem Artikel zur Gülleproblematik und der Kritik von Herrn Peters möchte ich nun hiermit gerne Ihrem Wunsch nach einer sachlichen Klarstellung der Verhältnisse nachkommen und bitte daher auch um Veröffentlichung dieses Artikels unter der teils unsachlichen und prolemischen auf ihrer Homepage.
Grund für eine Belastung des Grundwassers ist durchaus unter anderem die Landwirtschaft. Allerdings ist dies eine über mehrere Jahre entstandene Entwicklung, die sich momentan eher durch einen Rückgang, als durch eine Zunahme der Belastung auszeichnet. Außerdem muss immer stark differenziert werden zwischen dem Grundwasser und Oberflächengewässern, die durch Industrie und Kläranlagen mindestens genauso stark belastet sind. Die reißerisch als „Giga-Kuhställe“ bezeichneten Ställe mit mehr als 1000 Kühen sind hier am Niederrhein durchaus eine Seltenheit. Ein deutliches Wachstum der Betriebe in den letzten Jahren ist unumstritten, allerdings haben auf der anderen Seite auch einige Betriebe aufgehört, wodurch der Tierbestand annähernd konstant ist.
Dass die Ausbringung der Gülle legal ist ist richtig, nicht aber die Formulierung, dass dies eine gängige Methode ist die Gülle los zu werden. Gülle ist ein wichtiger nährstoffreicher natürlicher Dünger, der für das Wachstum von Getreide, Rüben, Gras, Mais und anderen Feldfrüchten unverzichtbar ist.  Die Gülle wird zur Düngung in den benötigten Mengen auf die Felder ausgebracht.
Die Tatsache, dass nur eine bestimmte Menge pro Hektar ausgebracht werden darf ist korrekt. Allerdings werden diese Mengen auch nicht überschritten. Die Menge richtet sich dabei nach dem Nährstoffgehalt der Gülle. Jeder Betrieb darf daher auf seinen Ackerflächen eine bestimmte Menge an Gülle zur Düngung ausbringen.
Die aufgestellte Behauptung, dass Gülle aus den Niederlanden importiert wird ist veraltet und haltlos. Der Anteil importierter Gülle ist mittlerweile marginal. Viel mehr nimmt der Transport von Gülle aus unserer viehstarken Region in den Südkreis und Nachbarkreise zu, es vermehrt Ackerbaubetriebe gibt, die die Gülle zur Düngung einsetzen. Auch sind die Tanklastwagen und die modernen Verteilsysteme nicht als negativ zu sehen. Die Tankauflieger dienen dazu den Verkehr auf den Straßen zu verringern und die Verschmutzung einzudämmen, da die Verteilfahrzeuge dann auf den Ackerflächen bleiben können. Auch dienen die modernen Verteilsysteme dazu mit der Gülle besser dosiert zu düngen und die Geruchsbelastung zu verringern, die früher wesentlich stärker war.
Auch die Behauptung, die Landwirtschaftskammer sei eine Organisation in der die Bauern sich selbst verwalten ist haltlos. Die Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts. Dies kann jeder unter https://www.landwirtschaftskammer.de/wir/index.htm
nachlesen. Die Funktion der Landwirtschaftskammer besteht darin die Landwirte zu beraten, zu kontrollieren und im gegebenen Fall auch deren Fehlverhalten zu sanktionieren. Die Einhaltung von Vorschriften durch die Landwirte ist dabei nicht freiwillig sondern gesetzlich festgelegt und mit Strafen verbunden.
 
24 - heike schrieb am 24. Feb. 2016 - 20:04
Sehr geehrter Herr May,
soviel inkompetent in einem Artikel entbehrt sich jeglicher Diskusion.( Gülleproblem im Kreis Kleve) Erkundigen sie sich doch erst einmal richtig bevor sie die vielen Unwahrheiten verbreiten. Dem verein Baumfreunde Emmerich hätte ich mehr Kompetenz zugetraut! MfG
 
23 - josef Peters schrieb am 23. Feb. 2016 - 08:05
Der Beitrag zur Gülleproblematik entbeert jeglicher Grundlage und ist so unhaltbar! so ist es, wenn Laienspieler sich selbst wichtig vorkommen.
Baumfreunde:
Sehr geehrter Herr Peters,
Sie haben unseren Beitrag über den Gülleskandal im Kreis Kleve mit zwei Sätzen kritisiert.
Die  Verhältnisse sind korrekt dargestellt.
Dass Ihnen die Kritik nicht gefällt, kann ich mir vorstellen.
Verfassen Sie doch eine Gegendarstellung  (aber bitte mit ausführlicher Begründung ihrer Behauptungen). Diese werden wir dann unmittelbar unter unserem Beitrag veröffentlichen  und zur Diskussion stellen . Wir werden ihre Gegendarstellung ungekürzt veröffentlichen.
Ich hoffe, Sie machen von dieser Gelegenheit Gebrauch!

Mit freundlichen Grüßen
Peter May
 
22 - Matthias Matthias schrieb am 21. Feb. 2016 - 16:39
Ist die angesprochene Liste der Baumdenkmale irgendwo online zu finden ?
Baumfreunde:
Matthias, vielen Dank für Ihr Interesse. Wir arbeiten an der Liste der Baumdenkmale.
 
21 - Hövelmann schrieb am 19. Feb. 2016 - 08:38
Ein gelungener Internet-Auftritt. Mir gefällt die übersichtliche Einteilung in einzelne Themenbereich besonders gut.
 
20 - Lydia schrieb am 18. Feb. 2016 - 20:08
Schöne Seite, bitte macht weiter so. :)
 
19 - Horst Jansen schrieb am 17. Feb. 2016 - 17:32
Ich habe mir Euere Hompage angesehen, ich finde sie echt klasse, viele gute Informationen.
 
18 - Jürgen Kruse schrieb am 17. Feb. 2016 - 16:59
Zum Thema Hecken und Biotopverbundlinien, sowie Hecken und Heckenpflege oder zu Beobachtungen von Heckenschwund und schlechter Pflege empfehlen wir
den Arbeitskreis Heckenschutz: http://www.hecke.wg.vu   (info@heckenschutz.de)