Homepage der Baumfreunde Emmerich
Pappelallee in der Hetter

Rheinpark

Foto: Rüdiger Helmich

Der Emmericher Rheinpark!

Nachdem in Emmerich die Rheinpromenade ganz neu gestaltet wurde, kam kurz darauf auch der sich anschließende Rheinpark an die Reihe.

Dabei gab es bei der Planung seitens der Stadt zu massiven Protesten, weil man vorhatte, eine große Anzahl der schönen großen Parkbäume zu roden. Der Grund war: Es müsse eine gute Sicht geschaffen werden.

Da die Bäume aber durch die Emmericher Baumschutzsatzung geschützt sind und die Bäume seitens der Bürger auch erhalten werden sollten, hat man einfach erklärt, dass die betroffenen Bäume krank seien. Dem war aber gar nicht so, wie der zuhilfe genommene Baumsachverständige statuiert hatte.

In diesem Zusammenhang haben sich die Baumfreunde zusammengefunden und konnten auch mit einem riesigen Kraftakt, Bürgerbegehren, sammeln von über 6.000 Unterschriften, vor das Verwaltungsgericht in Düsseldorf ziehen, usw. erreichen, dass die Parkneugestaltung durchgeführt wurde, ohne dass eine so große Zahl an Bäumen fallen musste.

Seit dem die Neugestaltung abgeschlossen war, gab es auch schon mal Probleme, die aber in Zusammenarbeit mit der Stadt immer problemlos gemeistert werden konnten. So haben irgendwelche Idioten versucht, die neben dem Denkmal stehende, alte, teilweise hohle Trauerweide anzuzünden. Der Zugang zu dem hohlen Stamm wurde dann mit Maschendraht verschlossen. Bei den Aktivitäten anläßlich einer Veranstaltung "Emmerich im Lichterglanz" im Park, hat man mit einem LKW eine der Linden, die im Zuge der Neugestaltung angepflanzt wurden, umgefahren. Diese wurde auf Kosten des Verursachers neu gepflanzt.

Jetzt aktuell versuchen die Baumfreunde den Zustand der Wege seitens der Stadt verbessern zu lassen. Nach Regenfällen sind die Wege zum Teil aufgeweicht und dann so matschig, dass die Spaziergänger die Wege schon gar nicht mehr nutzen möchten.

Eine Chronik der damaligen Ereignisse um den Rheinpark lesen Sie in unserer 120 Seiten umfassenden blätterbaren Broschüre.

Krähe beim Luft - Transport des Nestbaumaterials. Foto: Rüdiger Helmich

Das Vergrämen der Saatkrähen im Rheinpark

Anfang März 2016 wurden, auf Anordnung der Emmericher Stadtverwaltung, die Saatkrähen im Rheinpark "vergrämt". Da man die Vögel, die unter Schutz stehen, nicht abschießen und auch nicht mittels Greifvögeln im Bestand reduzieren darf, wird versucht, sie zu verscheuchen. (vergrämen)

Man entfernt vor der Brutzeit all ihre Nester aus den Baumkronen, in der Hoffnung, dass sie sich anschließend einen anderen Nistplatz andernorts suchen. Das ist aber eine Fehlannahme, weil die Krähen sofort danach beginnen, sich neue Nester in den gleichen Bäumen zu bauen. Das genau ist auch jetzt im Rheinpark geschehen. Das bedeutet, dass die vor kurzem entfernten Nester alle wieder da sind. Die Krähen sammeln die zum Nestbau erforderlichen trockenen, dünnen Äste nicht nur vom Boden auf, sondern "ernten" diese auch direkt aus den Baumkronen, indem die trockenen Äste dort "abgebrochen" werden. Also Nestbaumaterial steht den Vögeln ortsnah reichlich zur Verfügung.

Diese Maßnahme hat nun viel Geld gekostet, welches man hätte besser anlegen können. z.B. hätte man auf Emmericher Stadtgebiet schnellwachsende Pappeln pflanzen sollen, die mittelfristig von den Krähen als Nistbäume akzeptiert werden. Da die Krähen "Kolonie-Brüter" sind, die also nur als "Schwarm" ihre Nistkolonien bauen, muss man schon eine namhafte Anzahl von Nistbäumen pflanzen. Wenn man vor Jahren bereits entsprechend gehandelt hätte, währen die "Ersatzbäume" heute schon ansehnlich groß. Dies ist umso sinnvoller, da man ja bekanntlich in Emmerich in der Vergangenheit die Anzahl der für die Krähen brauchbaren Bäume radikal dezimiert hat. Es gab zum Beispiel immer große Brutkolonien an der Reeser Straße, die inzwischen verschwunden sind, ohne dass man entsprechende Nachpflanzungen durchgeführt hat. Dabei wären diese Bäume nicht nur gut für die Krähen (Natur), sondern auch für uns Menschen. Emmerich hat es laut zukünftigem "Klima-Konzept" dringend nötig, massiv für Begrünung im Stadtgebiet zu sorgen.

Die Kosten für diese sinnlose städtische Maßnahme wurden noch massiv gesteigert, weil man zum Entfernen der Nester aus den Baumkronen eine Hubbühne verwendet hat, die mit Raupen-Ketten ausgestattet ist. Mit diesen Raupen hat man große Flächen des Rasens im Park zerstört. Und weil man offensichtlich keine Lust hatte, die auf dem Weg stehenden Poller zu entfernen, wurden die Wegbegrenzungen gleich mit beschädigt. Alles zu lasten des "Stadtsäckels".

Grundsätzlich kann man natürlich solche Brutkolonien vergrämen. Dann muss man das aber richtig angehen. Das bedeutet, man muss bis zum tatsächlichen Beginn der Brutzeit die Nester der Krähen immer wieder entfernen. Also die Ernfernung der Nester alle paar Tage wiederholen, bis die Vögel das Nestbauen drangeben. Diese Art des Vergrämens ist den Verantwortlichen im Rathaus sicherlich bekannt. Warum aber nun nicht entsprechend verfahren wurde und wird, ist wohl deren Geheimnis. Den gleichen erfolglosen Versuch hat es in der Vergangenheit schon des öfteren gegeben. Mit dem entsprechenden "Misserfolg" und den erforderlichen Kosten..