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Pappelallee in der Hetter

Moutainbiker - Elten

Foto: Rüdiger Helmich

Mountainbiker am Eltenberg!

Seit Jahren schon gibt es Konflikte in Elten am Berg zwischen den Spaziergängern und den "Mountainbikern". Die Wege rund um Elten, im besonderen um und auf dem Berg, sind als Spazierwege angelegt und werden auch, zum Teil seit Generationen, als solche auch genutzt.

Nun nutzen aber die Mountinebiker diese Wege auch. Da dabei zum Teil das Tempo dieser Radfahrer, vor allem bergab, sehr hoch ist, besteht immer die Gefahr von Kollisionen zwischen den Spaziergängern und den Fahrern der Mountainbikes. Das wird oft nur vermieden, indem die Fußgänger auf die Seite springen. Tun diese das nicht, werden sie von den Fahrern oft angemosert, ja es soll ihnen schon Prügel angedroht worden sein.

Das ist ein völlig unakzeptabler Zustand, besonders dann, wenn es sich bei den Spaziergängern um ältere Personen handelt, die womöglich auch noch per Krückstock, Rollator, Rollstuhl oder anderen Gehhilfen unterwegs sind.

Da in Elten ja angestrebt wird, den Ort als "Kneipp-Kurort" ausweisen zu lassen, passt das mit den Mountainbikern überhaupt nicht zusammen. ein derartiger "Kurort" wird bekanntermaßen überwiegeng vom älteren Semester angenommen und dann auch verstärkt besucht werden.

Da es in der Nachbarschaft, im "Berger Bos" direkt hinter der Grenze, ein großes, speziell für Mountainbiker ausgewiesenes, Gelände für diese Sportart gibt, wäre es für die betroffenen Mountainbiker überhaupt kein überzogenes Verlangen, die Aktivitäten am Berg in Elten zu beenden und ihren Sport im "Berger Bos" auszuüben. Die zuständigen Ordnungsbehörden und Eigentümer hier in Emmerich müssen mit entsprechenden Geboten und auch Verboten endlich diesen misslichen Zustand am Eltenberg beenden.

Foto: Rüdiger Helmich

Mountainbiker in der Wasserschlucht!

Wenn man oben auf dem Eltenberg hinter dem "ehemaligen Kurhaus" von der Straße "Graf Wichmann Allee" rechts abbiegt, kommt man in die "Wasserschlucht". Dieses Tal wird von den Eltenern so genannt. Hier führen einige Spazierwege hinunter und auch seitlich weg.

Zum Teil kann man aber diese "Wege" als solche gar nicht mehr bezeichnen, weil sie von dem "Mountainbikern" völlig verunstaltet worden sind. Hier haben die Fahrer mit ihren Fahrspuren, durch die Geländereifen der Bikes, ganze Arbeit geleistet. Darüber hinaus haben diese "Radsportler" Schanzen angelegt, Mulden und Löcher gebuddelt, Gehölz und sogar Bäume entfernt. Man hat sogar Schanzentische mit Holzbalken versehen, um die Schanzen noch "attraktiver" zu machen.

Für Spaziergänger sind derartig "demolierte" Wege nur noch bedingt zu benutzen. Nur noch "geländegängige Personen" sind dazu in der Lage.

Auch ist ein Ausweichen bei der Begegnung von Mountainbikern und Spaziergängern äußers problematisch, weil die Radfahrer in der Bergabfahrt über die diversen, von ihnen bewusst genutzten Hindernisse, meist gar nicht ausweichen oder schnell genug anhalten können.

Es ist sehr lohnenswert, sich diese "Wasserschlucht" mal persönlich anzusehen. Wer das zum ersten mal sieht, glaubt es kaum. Vor allem unter dem Gesichtspunkt, dass für all diese "Umbauten" keinerlei Befugnisse vorlagen und vorliegen. Es wurde nicht ein Grundstückseigentümer um Erlaubnis gebeten.

Foto: Rüdiger Helmich

Mountainbiker als Gefahrenquelle!

Das Treiben der "Mountainbiker" am Eltenberg hat aber keineswegs nur negative Folgen wegen der konträren Nutzung der Wege mit den Spaziergängern, sondern auch wegen der Schädigung der am Eltenberg noch vorhandenen Natur.

Durch das Anlegen von Hindernisstrecken werden naturgemäß Bäume, Sträucher und der Bodenbewuchs beschädigt oder zum Teil ganz vernichtet. Zu einem beträchtlichen Teil werden Baumwurzeln freigelegt oder ganz abgetrennt. Das birgt natürlich für die Bäume große Gefahren. Zum einen ist die Gefahr eines Windbruchs wegen der fehlenden Wurzeln um ein vielfaches höher als mit einer intakten Wurzelstruktur, und zum anderen ist die Versorgung des Baumes mit Wasser, Nährstoffen, usw. über die Wurzeln stark eingeschränkt.

Noch eine große Gefahr wird durch die Schädigung des Bewuchses an den Bergflanken hervorgerufen. Wenn der Boden freigelegt ist, wird durch Regen und Wind eine Bodenerosion begünstigt, die dafür sorgt, dass all die Schäden, die von den Mountainbikern" schon direkt angerichtet wurden, sich noch vervielfachen.

Als ganz besonders gefährlich muss man die Tatsache bewerten, dass, vor allem bei starken, lange anhaltenden Regenfällen, die Gefahr von Erdrutschen heraufbeschworen wird. Solche "Unglücke" anderswo auf der Welt werden von uns immer als "schrecklich" wahrgenommen. So etwas kann aber auch hier bei uns passieren. Der Eltenberg ist dafür allemal steil genug. Wenn nämlich das freigelegte Erdreich seinen Zusammenhalt durch die Baum- und Strauchwurzeln verloren hat, kann es, vor allem stark durchnässt, leicht abrutschen. Die häufigsten Erdrutsche haben diesen Tatbetand als Ursache.

Das Beenden des "Mountainbiker-Sports" am Eltenberg ist eine längst überfällige Maßnahme, die von den zuständigen Stellen in Emmerich endlich in Angriff genommen werden muss.

Foto: Rüdiger Helmich

Spielregeln für Mountainbiker!

Die hohe Zahl der Mountainbiker, die hier am Eltenberg anzutreffen sind, ergibt sich aus der Tatsache, dass man im Eltener Gebiet alles machen darf, was man will.

Anders, als im benachbarten "Berger Bos" gibt es überhaupt keine Regeln; Gebote oder Verbote, die irgend welche Verhaltensweisen den Fahrern vorschreiben.

Dass führt dann vor allem dazu, dass die sogenannten "Free-Rider", die es darauf abgesehen haben, besonders steile und gefährlich Bergstrecken zu befahren, sich hier, wo alles erlaubt ist, austoben. Diese Leute scheuen sich auch nicht, verbotenerweise, auf fremdem Eigentum das Gelände zu verändern, zu graben, zu roden oder zu bauen.

Da alles das in den Niederlanden, "Berger Bos", überhaupt nicht in Frage kommt, weil es eben dort die Regeln und Kontrollen gibt, die hier am Eltenberg von allen Betroffenen so sehr vermisst werden, muss man sich nicht wundern, wenn vor allem die "Auswüchse" durch die Mountainbiker hier am Eltenberg stattfinden.

Das "Berg-Fahren", wie es die Mountainbiker verstehen, wird ja als eine von vielen "Radfahrdisziplinen" in der Sportart "Radfahren" geführt. Die überwiegende Zahl der "Mountainbiker" bezeichnet sich auch als "Sportler". Dann hat man sicherlich auch kein Problem damit, dass die Betroffenen auch "Spielregeln" anerkennen, die es ja bekanntlich in allen Sportarten der Welt gibt.

Auf eben diese "Spielregeln" kommt es an. Und wenn es ein Verbot für Mountainbiker am Eltenberg sein muss mit dem Hinweis auf die Möglichkeiten im "Berger Bos".